Sonderbriefmarke Hauptmann von Köpenick in Gedenkmünzen – Sonderbriefmarken

Sonderbriefmarke Hauptmann von Köpenick

September 11th, 2006

Nicht nur Kenner der preußischen Geschichte wissen sofort, um wen es sich handelt, wenn von einem Gaunerstück die Rede ist, das sich vor 100 Jahren in Berlin ereignete. Damals lachte die halbe Welt über den Handstreich des Wilhelm Voigt, der als “Hauptmann von Köpenick” zu einer Person der Zeitgeschichte wurde. Ein Jahrhundert-Jubiläum ganz besonderer Art, das mit der Herausgabe eines Sonderpostwertzeichens gewürdigt wird.

Am frühen Nachmittag des 16. Oktober 1906 hatte der 57-jährige Arbeitslose in einer beim Trödler erstandenen Uniform zwei Einheiten preußischer Gardisten unter seinen Befehl gestellt und unter Berufung “Auf allerhöchste Kabinettsordre” nach Köpenick geführt, um dort das Rathaus zu besetzen, den Bürgermeister zu verhaften und die Stadtkasse zu beschlagnahmen. In der Figur des umtriebigen Schusters Wilhelm Voigt verbinden sich Tragik und Witz eines sozialen Außenseiters, der auf Grund seiner kriminellen Vorgeschichte an den Rand der Gesellschaft gedrückt wurde. Als er sich wehrte, schlug er diese Gesellschaft mit ihren eigenen Waffen.

Anmerkung der Redaktion: Schade, dass es heute nicht mehr viele Hauptmänner von Köpenick gibt!

Das Sonderpostwertzeichen wurde von dem Grafiker Carsten Wolff aus Frankfurt am Main gestaltet.

Die Briefmarke ist seit dem 7. September 2006 in den Postfilialen sowie beim Sammlerservice der Deutschen Post AG erhältlich.

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